Endstation Auckland (28.03. – 04.04)

Wir versteigern unsere Fahrräder in Auckland und gehen in den berühmten Auckland Zoo. Im Hostel lernen wir ein paar Arbeitssuchende Gestalten kennen, bevor wir uns wieder bei Ethan und seiner Mom einquartieren. Dann heißt es „Tschüß, Neuseeland“ und „Hallo, Australien!“.

Im Bus geht es samt Fahrrädern von Taupo zurück nach Auckland von wo aus in wenigen Tagen unser Flug nach Brisbane geht. Doch vorher haben wir noch das kleine Projekt unsere Räder samt Touringausrüstung wieder zu verkaufen. Eine Onlineauktion bei Trademe.co.nz, dem neuseeländischen äquivalent zu Ebay, haben wir schon vor einigen Tagen veröffentlicht und nun verfolgen wir voller Spannung die Auktionen. Um einen besseren Preis zu erziehlen stellen wir die Fahrräder einen Tag vor Ablauf der Auktionen im Zentrum von Auckland auf dem Queenssquare aus. Dies stößt auch auf reges Interesse, Felix Fahrrad verkaufen wir dann auf der Stelle für 500$ an ein älteres Pärchen, die auch gerne auf Tour gehen wollen. Nachdem alle Interressenten weg sind spricht uns noch eine Frau einfach nur so an und erzählt uns von ihrer Fahrradtour duch Malaysia. Für Janas Rad erzielen wir im anschließenden Auktionsfinale einen höheren Preis als erhofft. Einzig der Typ, der Janas Rad gewonnen hat antwortet auf die Frage, wann er gedenkt es abzuholen mit einem flapsigen „sobald wie möglich“. Wir wissen, dass es eine verbreitete Nachverhandlungstaktik ist mit der Abholung bis zum letzten Tag zu warten und dann nur noch einen wesentlich geringeren Preis als vereinbart anzubieten. Also bieten wir nach 2 Tagen das Rad einfach den unterlegenen Bietern an und prompt kommt der Anruf, dass er es doch gerne noch heute abholen möchte. Das ist dann auch noch gut gegangen.

In unserem Hostel – Bamber House – freunden wir uns wieder mit ein paar Leuten an. Im wesentlichen ist dieses Haus ein Auffanglager für Leute, die vergeblich in Auckland auf Jobsuche sind. Da wäre z.B. Sophie aus Deutschland, die noch nie in einem Restaurant gearbeitet hat und unbedingt in fußläufiger Entfernung zum Hostel im Service arbeiten möchte. Sophie ist nicht die Einzige, die feststellen muss, dass es in Auckland ein starkes Überangebot an Tagträumern, unqualifizierten aber auch qualifizierten Arbeitskräften gibt. Dann ist da Leo aus Frankreich, ein super netter und hilfsbereiter Typ, er ist mit Felix zu Ethan gefahren um unsere Rucksäcke abzuholen, die wir vor fünf Wochen dort gelassen hatten. Dann ist da noch Arianne, eine 18jährige Kanadierin, sie ist lebensfroh und versteht sich ganz gut mit Leo.

Da wir es nicht geschafft haben einen Kiwivogel in der Wildnis zu beobachten beschließen wir einfach in den Auckland Zoo zu gehen. Der Auckland Zoo ist überraschend günstig und wirklich sehr schön. Auf dem Weg dahin laufen wir durch einen tollen Park und im Parksee schwimmen Schwarze Schwäne und Aale. Neben dem Kiwivogel ist auch der Tasmanische Teufel und der Kea eine Hauptattraktion in diesem Zoo für uns. Neben den ganzen Australien und Neuseeland spezifischen Tieren haben sie auch die üblichen Zoobewohner aus aller Welt: Tiger, Löwe, Nilpferd, Affen, Skorpione, Galapagos Schildkröte und viele mehr.

Am Abend nach dem Zoobesuch haben wir einfach Lust wieder mal ein bisschen gesellig zu sein. Gesagt getan, Sophie, Leo und Ariane sind dabei. Unser Hostel hat eine schöne Terrasse.

Für die letzten 4 Nächte in Auckland ziehen wir wieder bei Ethan und seiner Mutter Browyn ein. Ethan war unser netter Couchsurfing Gastgeber, bei dem wir schon die ersten Tage in Neuseeland gewohnt hatten. Da Ethan gerade Geburtstag hatte backen Jana und Ariane noch einen Geburtstagskuchen für ihn. Wir verbinden unseren Umzug zu Ethan mit einem letzten schönen Nachmittag am Strand, gemeinsam mit Leo und Ariane. Mit Leos Auto fahren wir gen Norden zu einem der zahllosen fast einsamen Strände im Nordland. Anschließend bringt er uns noch zu Ethan und wir verabschieden uns und freuen uns auf den ganz normalen Wahnsinn.

Schon am nächsten Tag sehen wir Leo, Sophie, Ariane und noch ein weiters junges Mädchen aus dem Hostel wieder. Wie bisher in jeder größeren Stadt besuchen wir die Free Walking Tour in Auckland. Sie wird hier von einer engagierten Mutter, ihrem Sohn und einer Studentin angeboten und kann auf jeden Fall als qualitativ hochwertig beschrieben werden. Im Anschluss versacken wir noch zur Happy Hour im Thai Street Restaurant während Jana noch unbedingt zum Aquarius Outlet Store muss um nach zwei Stunden mit einer Tüte voller Paua Shell Schmuck zurück zu kehren. Sie ist überglücklich über dieses Schnäppchen.

Wir kehren Heim zu Ethan. Sein jüngerer Bruder, Keylab, ist zu Besuch und bleibt auch für 2 Nächte. Wenn Ethan und Keylab sich unterhalten haben wir Schwierigkeiten ihren Akzent zu verstehen. Keylab ist laut und kann stundenlang Monologe führen die im wesentlichen aus endlosen Wiederholungen des Wortes „Fuck“ und „Thats so mean Bro“ und gelegentlich verbalen Beschreibungen von Gewaltexzessen bestehen. Nach einigen Spots ist unser Geburtstagskuchen für Ethan alle und Keylab bekommt die Munchies, der übertriebene Hunger nach dem Konsum von Cannabis. Also backen Felix und Keylab zusammen einen Kuchen.

Am nächsten Tag soll das Kuchenbacken fortgesetzt werden. Felix, Keylab und Keylabs 16 jährige Freundin fahren zusammen um die Zutaten für Muffins inklusive Lebensmittelfarbe zu kaufen. Keylabs Umgang mit seiner Freundin ist nicht gerade respektvoll. Spät am Abend geht es dann los: Keylab macht grüne Muffins und Felix bereitet ein blaue Buttercreme als Topping vor. Ja wir haben uns da richtig reingesteigert ins Kuchenbacken!

Wir lernen noch Ethans Exfreundin kennen. Sie hängt hier gelegentlich rum und spricht auch sehr gutes Deutsch, denn sie ist als Kind von Deutschland nach Neuseeland ausgewandert. Nach einem letztem langem Monolog von Keylab darüber was er alles mit Homosexuellen machen würde, wenn er einen in die Finger bekommt zieht er auch wieder zu seinem Vater und es kehrt wieder Ruhe und Gelassenheit im Haus ein.

An unserem letzten Tag bei Ethan backen wir noch einmal Muffins als Reiseproviant, Felix Buttercreme ist leider nicht so gut angekommen wie gedacht und muss zum Großteil entsorgt werden. Naja das passiert den Besten.

Und dann geht auch schon unser Flug in Richtung Brisbane wo Nico ein Studienfreund von Felix uns sehnsüchtig erwartet. Auf dem Fusweg von Ethans Haus zum Bus hält ein großer Transporter an, ein anderer Deutscher Reisender sitzt drin und bietet uns an uns ein Stückchen mitzunehmen. Wir verstehen uns prächtig und er fährt uns direkt bis zum Flughafen.

Durch den Verkauf unserer Fahrräder haben wir nun noch ca. 500NZ$ in Bar, und da wir nun etwas zu früh am Flughafen sind gelingt es uns tatsächlich direkt am Flughafen wärend wir noch auf unseren Flug warten 400 davon gegen Australische Dollar direkt an einen anderen Reisenden zu verkaufen.

Ein Gedanke zu „Endstation Auckland (28.03. – 04.04)“

  1. Vielen Dank für Euren letzten Weltreisebericht , senden Euch liebe Jana und Felix, Oma und Opa aus Dresden. Nun hat der Alltag auch bei Euch Beiden Einzug gehalten .Wir wünschen Euch für Euer jetziges Leben weiterhin viel Erfolg und Glück damit Eure Wünsche alle in Erfüllung gehen.

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