Willkommen in Paprikaland! (08.09. – 14.09.2015)

Von Bratislava aus fuhren wir in drei Etappen bis nach Budapest um dort eine wunderschöne Stadt vorzufinden.

Raus aus Bratislava fuhren wir erstmal über einen RIESENDAMM.  Nach fröhlichen 70 km über manchmal übelste Schotterpiste bemerkten wir dann, dass wir die Brücke ins ungarische Györ verpasst hatten. Zurückfahren kam für uns nicht in Frage und so machten wir uns auf slowakischer Seite auf die Suche nach einem Zimmer für die Nacht.

Am nächsten Tag (09.09.) gab es Einiges zu sehen. Die Befestigungsanlagen in Komarno und dem ungarischen Komarom waren ziemlich gewaltig und wurden aus Angst vor einem Angriff der Türken im 16. und 17. Jahrhundert errichtet. Aus Komarno raus, haben wir so richtige WIESE gesehen! So ganz echt! Ungemäht! Mit Blumen drauf! Naja, und die Ausgrabungsstätte einer alten Römerkaserne. Felix hat dann die Obsession entwickelt unbedingt ein paar slovakische Dörfer fotografieren zu wollen, weil die doch schon sehr anders aussehen als bei uns. Jana hat sich darauf beschränkt die unbeschreibliche Natur zu knipsen.

Ungarn haben wir über eine schöne Brücke nach Esztergom befahren und konnten uns dort unsere ersten „Forint“ aus dem Automaten ziehen. 1000 Forint entsprechen etwa 3 €. Die Unterkunft hat hier umgerechnet nur noch 10 € pro Person gekostet. Es war ein ausgezeichnetes Kunst-Hostel in dem wir das „Paris“ Zimmer bekommen haben.

Die erste Strecke aus Esztergom raus ging über viel befahrene Landstraßen. Direkt nach dem Abschnitt kam uns eine Touri-Gruppe Engländer in leuchtenden Farben entgegen und hat uns darüber aufgeklärt, dass in diesem Abschnitt Warnwestenpflicht herrscht. Dieser Umstand ist sowohl uns als auch den Einheimischen nicht bekannt gewesen…

Auch an diesem Tag kamen wir relativ spät in unserer Zielstadt an.

BUDAPEST!

Nichts im voraus gebucht zu haben erwies sich als kleine Herausforderung im Bereich Multimediakommunikation. Doch wir fanden ein sehr schönes Heim für vier Nächte (10.-14.09.) im „Unity“ Hostel. Gleich beim einchecken sind wir drei Menschen begegnet, die den Weg von Syrien bis nach Ungarn gemacht hatten. Zwei waren tatsächlich Flüchtlinge und der Dritte ein deutsch sprechender Fotojournalist, der die Geschichte der Beiden mitverfolgt und ihnen bei der Flucht geholfen hat. Die beiden Syrer, ein Mann und eine Frau, übernachteten allerdings nicht im Hostel. Der Fotojournalist meinte es hätte religiöse Gründe gehabt.

Wir haben es uns in einem 6-Bett-Zimmer gemütlich gemacht. Von unseren Mitbewohnern war Martin der Tschechische Musikstudent die ganze Zeit in unserem Zimmer. Er ging jeden Tag zur Musikhochschule die nur wenige Meter neben unserem Hostel war und übte das Waldhorn zu spielen. Morgens beim Duschen konnte man durch die Dachfenster oft Klavierspiel aus der Musikhochschule hören. Wirklich ein ganz einzigartiges Erlebnis!

Zwei weitere Betten waren durch Sady und Cortney besetzt. Zwei Amerikanerinnen die ebenfalls auf einer Osteuropa-Tour unterwegs waren. Als Felix sich den zweiten Abend abgesetzt hatte um zum Judo-Training in Budapest zu gehen, hab ich mich mit den beiden Mädels blendend amüsiert und mir ein bisschen die Bars von Budapest durch den Kopf gehen lassen. Außerdem haben die beiden uns das Cafe „Noir Chocolate“ empfohlen, das Felix und ich sehr genossen haben. Die heiße Schokolade die man dort bekommt ist so dickflüssig, dass man sie nicht trinkt sondern löffelt. Die beste Schokolade meines bisherigen Lebens. Der Belgier der ins Zimmer kam als die Amerikanerinnen abgereist waren hat mich dafür natürlich prompt ausgelacht und gesagt ich soll mal nach Belgien reisen. DA gibt es RICHTIGE Schokolade. Den dritten Abend ließen wir, nach ordentlichem Fahrrad-Sightseeing, auf der Dachterrasse mit vier Australiern ausklingen. Was haben wir da gelernt? Australische Politik interessiert so ziemlich Niemanden… Am letzten Tag hatten wir noch ein kleines Möchtegern-Allround-Genie aus Kanada und einen Südkoreaner mit im Zimmer mit denen wir uns ebenfalls einen Abend voller Diskussion um die Ohren gehauen haben.

Budapest als Stadt ist einfach faszinierend. Wer noch nicht da war, sollte unbedingt mal hinfahren. Es hat mich an Hamburg erinnert, nur tatsächlich (und ich wusste nicht, dass das geht) NOCH schöner! Wir konnten auf abendlichen Entdeckungstouren einige Eindrücke von Budapest bei Nacht aufnehmen, die euch hoffentlich gefallen werden.

3 Gedanken zu „Willkommen in Paprikaland! (08.09. – 14.09.2015)“

  1. Hallo ihr Weltenbummler,
    heute hat uns eure Karte erreicht!
    Ich bin begeistert von soviel Abenteuerlust. Ich werde weiterhin euren Blog verfolgen. Danke für die Berichte und schönen Bilder.
    Also weiterhin Toi, Toi, Toi.
    Liebe Grüße auch von Hartmut
    Angela

  2. Hey,
    eure Karte ist angekommen aber anscheinend auch schon überholt, denn gerade eben habe ich gelesen, dass ihr schon in Belgrad seid. Ihr habt ein ganz schönes Tempo.
    Bestimmt erlebt ihr ganz, ganz viel und trefft viele interessante Menschen. Wir wünschen euch noch weiterhin alles Liebe und Gute und keinen Plattfuß.
    Eure Annette

  3. Ihr Lieben Beide
    Bis Budapest können wir euch folgen. Das haben wir schon gesehen. Euch alles Gute ,Gesundheit und Durchhaltevermögen.
    Vielen Dank Oma undOpa
    Macht weiter so.

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