Bulgarien „Merope Projekt“ (30.09. – 06.10.2015)

Eigentlich wollten wir nur eben bei Vidin übernachten und dann weiter durch Bulgarien, doch der Hof der Merope Nicht Regierungs Organistation hat eine magische Anziehungskraft.

Von Negotin aus sind wir durchs Gebirge zur bulgarischen Grenze gefahren. Heute wollten wir bis zu einer kostenlosen Übernachtungsmöglichkeit kurz hinter Vidin kommen. Der Ort sollte ein im Aufbau befindlicher Selbstversorger Hof sein. Die Schirmherrin des Projekts „Merope“, Anneliese Buggenhout, hat uns zusammen mit Max, Josi, Laura, ihren 4 Hunden und zwei Katzen herzlich bei sich aufgenommen. Am ersten Abend haben wir bei Kerzenschein alle zusammen mit Gitarre, Trommel und Gesang ordentlich Leben in das abgelegene Waldgrundstück gebracht.

Am Samstag sollte zudem die fette Geburtstagsfeier von Anneliese stattfinden, zu der sie uns auch prompt eingeladen hat. Die Leute die uns kennen wissen ja, dass wir uns so was nicht entgehen lassen und so sind wir noch ein paar Tage länger geblieben als geplant. Tagsüber haben wir also gekocht, renoviert, Nüsse geknackt, Holz geholt und den Garten umgegraben während der Abend dann in gemütlicher Runde am Lagerfeuer oder bei Kerzenschein beendet wurde.

Die Geburtstagsfeier war dann auch ein Erlebnis der besonderen Art. Mit selbstgemachten Pommes und fritierten Fischen, die man im ganzen Essen konnte, mit Musik und Lagerfeuer und leider auch einer Auseinandersetzung die aus dem Spiel „Schulz“ entstanden ist. Wer kennt es nicht? Einer rülpst und wer als letztes „Schulz“ sagt bekommt einen Schlag auf die Stirn… ja, schade nur das die Bulgaren das Spiel nicht kannten und auch nicht so gut vertragen haben. Am Ende hat das Feuer, aber wieder gebrannt und um es mit Jan Delays Worten zu sagen: „Das Wichtigste ist, dass das Feuer nicht aufhört zu brennen.“

Als Nachtisch gab es meistens etwas mit Birnen, da der Birnenbaum direkt vor der Küche stand. Und wir haben auch herausgefunden wie vielseitig Hanf sein kann; Es gab Hanftee, Hanfsalat, Hanfbruchetta, uvm. Hanf wächst in Bulgarien quasi an jedem Straßenrand, so wie in Deutschland Brennesseln. Außerdem gab es nur kaltes fließendes Wasser und einen Gasherd; kein Strom oder Internet.

Laura, eine wirklich interessante junge Frau aus Litauen, hat uns schließlich noch für Ihr Filmprojekt interviewt.

Wir möchten hier noch einmal ausdrücklich kund tuen, dass wir das Projekt Merope super finden. Wir konnten uns jedoch selbst nicht dazu durchringen, dauerhaft mit Annelise auf diesem Hof zu leben und zu arbeiten. Aber wir können jedem nur empfehlen sich selbst einmal von der Magie dieses Ortes zu überzeugen, evtl. einfach dort zu bleiben und zu unterstützen, oder einfach ein bisschen zu Spenden. http://www.facebook.de/merope