Im Donaudelta (21.09. – 25.09.2015)

Von Tulcea aus geht es mit der Fähre hinein ins Donaudelta. Die Donau teilt sich in drei Hauptarme. Der Mittlere ist der kürzeste, wasserärmste und gleichzeitig auch der wichtigste der drei Arme. Er führt nach Sulina.

Wir sind etwas zu früh am Ticketschalter und werden promt von einem deutschen Pärchen angesprochen, denn sie hatten bemerkt dass wir uns auf Deutsch unterhielten. Petra und Thomas fahren nach Sulina um in einer Werft, die ihren Katamaran baut, nach dem Rechten zu sehen. Sie haben die Idee auf diesem Katamaran für eine Weile in der Ägäis zu leben.

Doch bevor wir nach Sulina fahren wollen wir eine Nacht in Crisan bleiben. Crisan ist ein kleines Dorf auf halbem Weg nach Sulina. Während der Färhfahrt ist Felix so ganz nebenbei mit einem Feuerwehrmann aus dem Donaudelta ins Gespräch gekommen. Dieser hat uns direkt vom Schiff aus an einen Bekannten in Crisan vermittelt. Hier haben wir eine Nacht in Vollpension, mit viel selbstgemachtem Wein und traditioneller Küche (verschiedene Fischspezies, gekocht, gebraten, frittiert, gepökelt) verbracht. Wir haben auch mit einem für 3 Leute etwas über-motorisiertem Boot eine kleine Rundreise durch die Seen und Kanäle zum Dorf Mila23 gemacht. Crisan hat genau eine Straße, sie ist 8 km lang und verläuft zwischen einer Reihe von Häusern auf der einen Seite und den zugehörigen Bootsanlegeplätzen auf der anderen Seite.

Mehr als satt von der reichhaltigen Kost bei unserem Gastgeber fuhren wir weiter nach Sulina. Hier wurden wir von einer zweifelhaften Gestalt an einen wirklich guten Gastgeber vermittelt. Wie sich später herausstellte hatte sich unser Vermittler eine Belohnung für seine Dienste erhofft. Jedoch erhielt er von uns wie auch unserem Gastgeber den gut gemeinten Rat sich eine ordentliche Arbeit zu suchen. Unser Gastgeber, Mihael, arbeitet regelmäßig für eine Woche bei der Grenzpolizei und hat anschließend eine Woche frei. Er hatte auch ein paar Geschichten zu erzählen.

Ab und zu kommt es vor, dass sie bei der Rumänischen Grenzpolizei Flüchtlinge aufgreifen. Jedoch sobald sie den Hilfesuchenden klar gemacht haben, dass sie in Rumänien gelandet sind reagieren diese oft verwirrt, kehren um und suchen das Weite.

Mit Mihael haben wir eine Motorboottour über das Schwarze Meer, durch Kanäle und schließlich mit dem Auto zum Letea Wald, einem Eichenwald mit über 500 Jahre alten Eichen, gemacht. Auf dieser Tour haben wir tatsächlich 6 Pelikane gesehen, eigentlich sollten die zu dieser Jahreszeit alle schon in der Ägäis oder in Afrika sein. Ansonsten ist in Sulina der Friedhof ein echtes Highlight; er ist UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt Türken, Griechen, Deutsche, Juden, Englische Ingenieure, Piraten, Italiener und vor allem Lipowaner.

2 Gedanken zu „Im Donaudelta (21.09. – 25.09.2015)“

  1. Hallo, ihr Zwei Weltenbummler, wieder tolle Bilder & Kommentare , weiterhin gute Reise ! ! Karin & Hannes

  2. Huhu ihr beiden!
    Danke für die Karte 🙂 Da habt ihr ja ein tolles Wetter für eure Weltreise erwischt!
    Hier in Thüringen fängt gerade der (etwas verspätete) Winter an. Statt dicke Pelikane gibt es hier nur dicke Schneeflocken.

    Genießt die Sonne!
    Andreas

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